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Wirtschaft im alten Saint-Imier

 

Auszug aus dem Heft „Le vieux Saint-Imier économique“ (Wirtschaft im alten Saint-Imier) von Marius Fallet (freie Übersetzung):

 

„Landauf und landab verbreitete sich der Fremdenhass unter der einheimischen Bevölkerung. Die Kirchgemeinden Tramelan und Saint-Imier reichten beim Fürstbischof diesbezüglich Beschwerde ein. Die Ausländer stellten Forderungen und nahmen den Einheimischen das Brot auf tausend unhaltbare und ungerechte Arten weg. Die Untertanen des Fürsten konnten nicht mehr für ihren Lebensunterhalt aufkommen und fanden sich in grösster Not und Armut wieder. Sie mussten ihr tägliches Brot erbetteln oder gar das Land verlassen, weil sie kein Pachtland mehr fanden, um zu arbeiten und ihr Leben zu verdienen, ohne unter der Last der Bedürftigen zusammenzubrechen. Die Bewohner des Erguël wanderten aus, die einen in die Pfalz, die anderen nach Litauen, Ostpreussen oder anderswo nach Deutschland … Ausserdem baten sie den Fürstbischof, den Ausländern den Erwerb von Grundstücken im Erguël streng zu untersagen. Am 10. März 1693 erliess Jean-Conrad de Roggenbach eine strenge Verfügung, nach der alle Ausländer gehen mussten, die diesen Eid nicht ablegten, und er gewährte dem Erguël das Heimfallsrecht. Diese Massnahmen beunruhigten zahlreiche Neuenburger, die seit Langem im Erguël zu Hause waren. Ebenfalls 1693 baten angesehene Persönlichkeiten Neuenburger Ursprungs und der Arzt Daniel Sandoz von La Ferrière, der zukünftige Schwiegervater des Arztes Abram II Gagnebin, die Neuenburger Regierung um Schutz. Zur Beruhigung des Gerichts von Porrentruy anerkannte dieser deren Doppelbürgerschaft sowie deren Eid an den Fürstbischof von Basel.“

 

Konzept und Realisation: ID3A • Letzte Aktualisierung: September 2015